Die aktuelle Witterung in Bergen auf Rügen (Januar 2026) ist durch Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt gekennzeichnet, was für die Region und die Jahreszeit typisch ist. An diese klimatischen Bedingungen sind Wildtiere seit Tausenden von Jahren angepasst.
Ein Problem für Wildtiere stellen jedoch die auf Rügen und Hiddensee zunehmend auftretenden ungewöhnlichen Wetterbedingungen dar, die infolge des Klimawandels häufiger werden und erhebliche nachteilige Auswirkungen auf Wildtiere haben können.
Aktuelle Witterung (8. Januar 2026)
Für Bergen auf Rügen werden aktuell (8. Januar 2026) Höchsttemperaturen von bis zu −4 °C und Tiefsttemperaturen von bis zu −6 °C erwartet, bei klarem Himmel und Wind. Schneefall ist ebenfalls möglich.
Dies entspricht den durchschnittlichen Bedingungen für den Januar an der Ostseeküste, wo Temperaturen typischerweise um den Gefrierpunkt pendeln und Schnee sowie Frost normal sind.
Auswirkungen von ungewöhnlicher Witterung auf Wildtiere
Obwohl die aktuellen Bedingungen normal erscheinen, sind Wildtiere in Deutschland generell von extremen und ungewöhnlichen Wetterereignissen betroffen, die durch den Klimawandel zunehmen:
- Milde Winter: Ungewöhnlich milde Temperaturen im Winter können problematisch sein. Tiere, die Winterschlaf halten, wie Igel oder Siebenschläfer, können verfrüht aufwachen, finden jedoch keine ausreichende Nahrung, was ihre Energiereserven erschöpft. Zudem können milde Temperaturen dazu führen, dass Infektionskrankheiten, wie z. B. Influenza, zunehmen, da die an winterliche Temperaturen angepasste Körperbedeckung der Wildtiere bei höheren Temperaturen zu Überhitzung führen kann.
- Hitze und Dürre: Langanhaltende Hitzeperioden und Trockenheit verursachen Stress bei Wildtieren. Sie finden möglicherweise nicht genügend Wasser und Nahrung, und ihre Verhaltensmuster, einschließlich der Paarungszeiten, können gestört werden.
- Wetterextreme: Plötzliche extreme Ereignisse wie Stürme, Starkregen, Hagel oder Überschwemmungen können Lebensräume zerstören, Nahrungsquellen vernichten und Wildtiere direkt gefährden.
- Verschobene Jahreszeiten: Generell führen verschobene Jahreszeiten dazu, dass Tiere ihren natürlichen Rhythmus nicht mehr mit der Verfügbarkeit von Nahrung oder – beispielsweise bei Wildvögeln – mit geeigneten Brutbedingungen synchronisieren können. Dies kann zum Zusammenbruch von Nahrungsketten führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die derzeitigen winterlichen Bedingungen für die Jahreszeit typisch und für die lokale Tierwelt normal sind. Jedoch stellen die generell zunehmenden ungewöhnlichen Wetterereignisse und Extreme eine wachsende Bedrohung für Wildtierpopulationen dar.
Vorsitzender des Jagdverbandes Rügen und Hiddensee
Thomas Niessen
