Im Ergebnis der Auswertung der stündlichen, täglichen, monatlichen und jährlichen Telemetriedaten jedes einzelnen besenderten Rotwildes zeigt sich, dass jedes Individuum eigene Präferenzen hinsichtlich der Lebensraumnutzung und der Aktionsräume hat sowie ein individuelles Verhalten aufweist.
Allen Tieren gemeinsam ist, dass sie grundsätzlich intensiv gehölzgeprägte Biotope im Frühjahr und Winter als Tageseinstand nutzen. In den Sommermonaten liegt der Schwerpunkt der Lebensraumnutzung – auch als Tageseinstand – verstärkt auf ackerbaulich geprägten Habitatstrukturen.
Hinsichtlich der Störungsempfindlichkeit im Zusammenhang mit der Habitatnutzung zeigen sich jedoch ebenfalls individuelle Unterschiede, insbesondere bei der Nutzung von Siedlungsflächen als Lebensraum, obwohl Rotwild grundsätzlich Habitate meidet, in denen Begegnungen mit Menschen wahrscheinlich sind.
Lebensraumnutzung und Aktionsräume einzelner besenderter Tiere im März 2026:


Vertiefende und weiterführende Ausführungen zum Lebens- und Aktionsraum sowie zur Habitatnutzung erfolgen am 25. April 2026 auf dem Rotwild-Symposium des Jagdverbandes Rügen und Hiddensee in Glowe.
