Norddeutsches Rotwild-Symposium auf Rügen: Regionale Forschung schafft konkreten Nutzen für Gesellschaft, Tourismus und Naturschutz


Bergen / Rügen, 28. April 2026 – Mit rund 100 Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik, Naturschutz und Jagd war das Norddeutsche Rotwild-Symposium am 25. April 2026 in der Ostseehalle Glowe ein großer Erfolg. Unter der Leitung von Thomas Nießen, Vorsitzender des Jagdverbands Rügen und Hiddensee e.V., bot die Veranstaltung ein starkes Forum für den Austausch aktueller wildbiologischer Erkenntnisse zum Rotwild in Norddeutschland.

Unter dem Motto „Rotwild in Raum und Zeit“ präsentierten renommierte Referenten – darunter Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden, des Friedrich-Loeffler-Instituts, der Hochschule Eberswalde und der Hochschule Neubrandenburg – fundierte Ergebnisse zu Populationsentwicklung, Raum-Zeit-Nutzung, Wildtiererkrankungen und wildtierökologischer Raumplanung. Die Vorträge zeigten das gesamte Spannungsfeld zwischen Wildbiologie, Landnutzung, Tiergesundheit und gesellschaftlicher Wahrnehmung auf.

Herausragender gesellschaftlicher Mehrwert regionaler Forschung

Die auf Rügen und in Vorpommern gewonnenen Erkenntnisse besitzen einen besonders hohen praktischen Wert für die gesamte Region. Im Gegensatz zu überregionalen Studien zeichnet sich die regionale Forschung durch ihre enge Verknüpfung mit der lokalen Praxis und den unmittelbaren Bezug zu den konkreten Gegebenheiten vor Ort aus. Diese Ergebnisse liefern wertvolle, direkt anwendbare Grundlagen für:

  • die touristische Erschließung der Insel Rügen und Hiddensee,
  • den Ausbau von Verkehr und Infrastruktur,
  • politische Entscheidungsträger in Mecklenburg-Vorpommern sowie
  • einen gelebten, praxisorientierten Naturschutz.

„Regionale Forschung schafft Wissen, das unmittelbar in die tägliche Landschafts- und Wildtierbewirtschaftung einfließt und zu tragfähigen Lösungen für Mensch und Natur beiträgt“, betonte Thomas Nießen. „Genau diese praxisnahe Verknüpfung macht den besonderen Wert unserer Arbeit aus.“

Das Symposium richtete sich bewusst an alle, die durch ihre landschaftsgebundenen Nutzungen mit Rotwild in Berührung kommen – von Jägerinnen und Jägern über Landwirte und Politiker bis hin zu Vertretern des Nationalparkamtes. Die breite Teilnehmerschaft – darunter Studierende, politische Verantwortungsträger, Leiter eines Nationalparkamtes sowie zahlreiche Vorsitzende von regionalen Jagdverbänden und Hegegemeinschaften aus ganz Mecklenburg-Vorpommern – unterstrich das große gesellschaftliche Interesse am konstruktiven Dialog.

Besonders hervorzuheben ist, dass das gesamte Symposium ohne finanzielle Unterstützung des Landes ausschließlich durch das Engagement des Jagdverbands Rügen und Hiddensee e.V. und der beteiligten Referenten realisiert wurde. Dies zeigt eindrucksvoll die hohe Eigeninitiative und das starke Interesse an fundierter, regional verankerter Wildtierforschung.

Mit dem erfolgreichen Rotwild-Symposium hat der Jagdverband Rügen und Hiddensee e.V. unter der engagierten Führung ihres Vorsitzenden einmal mehr bewiesen: Wissenschaftlich fundierter, praxisnaher Austausch schafft Verständnis und ermöglicht zukunftsweisende Lösungen zum Wohle von Natur, Gesellschaft und regionaler Entwicklung.

Kontakt:

Jagdverband Rügen und Hiddensee e.V.

Thomas Nießen

info@jagdverband-ruegen.de

Weitere Informationen zu den Vorträgen und Ergebnissen sind auf Anfrage erhältlich.