Backhaus: Kein Bedarf für „Waschbärluntenprämie“


Die Jägerschaft der Inseln Rügen und Hiddensee hätte in einer Unterstützung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Wertschätzung ihres ehrenamtlichen Engagements für den Artenschutz in unserer Kulturlandschaft und Heimat gesehen.

Wir Jägerschaften, die uns seit Jahren fachlich geleitet und verantwortungsvoll für den Erhalt und die Sicherung der letzten Brutplätze von Bodenbrütern, den Schutz von Greifvogelhorsten und die Laichplätze von Amphibien einsetzen und damit ein Fundament für den Erhalt dieser Arten in der immer intensiver bewirtschafteten Kulturlandschaft bilden, fordern nicht die Einführung von Prämien für die Jagd auf Wildtiere. Unser Handeln für den Artenschutz wird durch unseren moralischen und wissensbasierten Kompass sowie den gesellschaftlichen Auftrag für unsere Heimat bestimmt.

In der kontroversen und zum Teil sehr emotional geführten Auseinandersetzung hinsichtlich der Jagd auf Prädatoren bitten wir darum und fordern die Verantwortlichen auf, die Jagd auf invasive Arten wie den Waschbären in den Großschutzgebieten sowie auf den Flächen von Naturschutzverbänden und Umweltstiftungen aufzunehmen, um damit beispielhaft praktischen Artenschutz in der Kulturlandschaft zu leben und gesellschaftliche Ziele mitzutragen.